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Klopotek Glowczewscy herbu Ostoja (Klopotek Glowczewscy des Wappens "Ostoja") ist eine uralte kaschubsche Adelsfamilie.
Eine Sage, die über Jahrhunderte vom Geschlecht zu Geschlecht weitererzählt wird, führt die Erhebung der Familie in den Adelsstand auf den polnischen König Wladyslaw Jagiello zurück, der den Namen und den Wappen der damaligen Familie freier Bauern und Fischer für den persönlichen und finanziellen Einsatz in der Schlacht von Grunwald (1410) vergeben haben sollte. In der Tat kann man sprachwissenschaftlich den Namen Klopotek dem Aufbau nach ins 14. oder gar 13. Jahrhundert zurückdatieren. Der Wappen "Ostoja" ist in Kornik bei Poznan in einem Gedenkmuseum der Schlacht von Grunwald zu sehen.
Die mir zugänglichen historischen Quellen erwähnen den Familiennamen "Klopotek" und später "Klopotek Glowczewscy" bereits im 16. Jahrhundert, so z.B. im Verzeichnis der Wehrpflichtigen aus dem Jahre 1570. (Vergleiche dazu "Dzieje Brus i okolic",ISBN 83-00-00831-4, J. Borzyszkowski Editor, Herausgeber: Zrzeszenie Kaszubsko-Pomorskie, Chojnice-Gdansk 1984, Seite. 85 und andere).
Mitglieder der Familie Klopotek Glowczewscy des Wappens Ostoja sind auch in historischen Dokumenten als Teilnehmer der Schlacht von Wien erwähnt worden (nach einem Programm des polnischen amtlichen Fernsehens TVP aus Anlaß des 300. Jahrestages des Entsatzes von Wien, 12.09.1983).
Stanislaw Klopotek wird als Wähler des Königs in 1632 erwähnt. Jan und Jozef Klopotek waren Wähler des Königs in 1764. (Zu der damaligen Zeit war Polen eine Art von demokratischer Republik. Könige wurden in "allgemeinen Wahlen" von dem Adel gewählt - mit lebenslänglicher Amtszeit allerdings.) Maciej Klopotek beteiligte sich an der Barska Konföderation in 1768. Mit Konföderation bezeichnete man damals eine Art Partei, die sich für gewisse politische Ziele, notfalls mit Waffen, einsetzte. Bei der Barska Konföderation ging es um den Widerstand gegen Teilung Polens unter Nachbargroßmächte.
Ignacy Klopotek war Regent in Kalisz um 1824. Jakob Klopotek war Friedensrichter in Wartski Kreis in 1813. Sein Enkel Feliks Klopotek hat in 1845 vor einem Gericht im Polnischen Königreich den Nachweis der adligen Abstammung der Familie erbracht.
(Diese Informationen wurden "Herbarz polski" von Adam Boniecki, Warszawa 1903, Herausgeber: Gebethner und Wolff,Teil I,"Wiadomosci historyczno-genealogiczne o rodach szlacheckich." Band VI, Seiten 113-114, sowie dem "Rodzina, Herbarz szlachty polskiej" von Seweryn Uruski, Adam Kosinski und Aleksander Wlodarski, Warszawa 1907, Herausgeber: Gebethner and Wolff, Band IV, Seite 199, entnommen).
Als der ursprüngliche Hauptfamiliensitz wird das Dorf Glowczewice betrachtet (Davon soll der zweite Teil des Familiennamens abgeleitet worden sein). In der Tat war Jan Klopotek-Glowczewski, nach einem Dokument (Protokoll der Visitation des damaligen Bischofs) aus dem Jahre 1780, noch im vorigen Jahrhundert Eigentümer dieses kaschubschen Dorfes (siehe das erwähnte Buch "Dzieje Brus i okolic", Seiten 112 und 122).
Name: Ostoja, auf deutsch: Hochburg
Der Familienwappen "Ostoja" wurde als "ein weißes nacktes Schwert zwischen zwei gelben Halbmonden im roten Feld" beschrieben (siehe "Herby rycerstwa polskiego" von Bartosz Paprocki gedruckt in 1584, wieder herausgegeben in 1858 in Krakow, Herausgeber: Wydawnictwa Biblioteki Polskiej ; siehe auch "Herbarz Polski" von Kasper Niesiecki, wiederausgegeben von Jan Bobrowicz in 1841 in Leipzig, Herausgeber: Breitkopf und Hertel)
Nach den bereits erwähnten Quellen wurde das Familienwappen "Ostoja" bereits vom polnischen König Boleslaw dem Mutigen Ende des 11. oder Anfang des 12. Jahrhunderts eingeführt. Dies bedeutet allerdings nicht, daß gerade die Vorfahren der Familie Klopotek dieses Wappenzeichen damals trugen, denn es war einst üblich, den gleichen Wappen verschiedenen Familien für ähnliche Dienste für den König und das Königreich zu vergeben.
Das 15. und 16. Jahrhundert war eine Zeit, wo der Adel anfing, doppelte Namen zu führen. Der erste Name war der ursprüngliche Name der adligen Familie (z.B. Klopotek) und der zweite Teil wurde vom Sitz der Familie abgeleitet (z.B. Glowczewscy). So führte noch mein Ururgroßvater und mein Urgroßvater den Doppelnamen Klopotek Glowczewski. Nach der Befreiung in 1918 hat das Parlament der Zweiten Polnischen Republik (in der Verfassung von 1921) den Adelsstand aufgehoben. Seit der Zeit meines Großvaters wird in unserem Zweig der Familie nur noch der Name Klopotek verwendet. Und ich denke, die Aufhebung der Aufteilung der polnischen Gesellschaft in Adlige und Nichtadlige war damals gerechtfertigt. Die Adligen des alten Polens waren die freiwilligen Verteidiger des Vaterlandes in Notzeiten, als sie persönlich und finanziell Kriegsführung gegen Aggressoren unterstützten. Zur Zeit der Teilung Polens stieg das nationale Selbsbewußtsein auch in den Schichten der Bauern, Arbeiter und Kaufleute, die gleichermaßen an Aufständen gegen Besatzungsmächte beteiligt waren. So verdienten nach der Befreiung eigentlich alle, in den Adelsstand erhoben zu werden. Man hat zwar den umgekehrten Weg eingeschlagen, aber das Resultat war dasselbe - alle Bürger wurden gleich.
Ich hoffe diese kleine Lektion der polnischen Geschichte
vom Gesichtspunkt einer Familie hat Ihnen gefallen.
Sollten Sie Familienangehörige mit diesem Namen haben
und irgendwelche Informationen mir zuschicken wollen,
machen Sie bitte von der folgenden e-mail-Adresse Gebrauch:
<MAKlopotek@Polandmail.com>
Mit freundlichen Grüßen
Mieczyslaw A. Klopotek
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